Gerichtstraße 35
13347 Berlin
Anton Kiez
Das silent green Kulturquartier ist ein neuer Veranstaltungsort und ein unabhängiges Projekt, das in den historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Krematoriums Wedding eine in Berlin einzigartige Heimat gefunden hat.In privater Trägerschaft versteht sich das 2013 gegründete Kulturquartier als geschützter Raum, in dem gedacht, geforscht und experimentiert werden kann. Die Schwerpunkte der Programmarbeit bilden Musik und Bewegtbildkunst.

Events

RundfunkchorLounge im silent green • »Spice Girls«
22.01 um 19:30
Bei der zweiten RundfunkchorLounge der Saison zeigen sich unsere Sängerinnen und Sänger musikalisch einmal von überraschend anderen Seiten. Das Programm führt uns zu den Spice Girls – und damit meinen wir nicht nur die englische Pop-Truppe, die in den 1990er-Jahren die Musikszene aufmischte. Sondern all jene Komponistinnen und Künstlerinnen, die sich in den vergangenen Jahrhunderten ihren Platz in der männerdominierten Musikgeschichte eroberten und ohne die diese um einiges ärmer wäre. Genießen Sie einen Abend mit unerwarteter Musik und anregenden Gesprächen, wie immer »spicy« moderiert wird von einer starken Frau: Gayle Tufts.

SolistInnen des Rundfunkchores Berlin
Rundfunkchor Berlin
Gijs Leenaars, Dirigent

Gayle Tufts, Moderation
DJ Malfatti
Bea Lundt, Historikerin

22. Januar 2020
Mi 19.30 Uhr
silent green Kulturquartier

Tickets: ab 18 €
tickets@rundfunkchor-berlin.de • Tel. 030-20 29 87 22
www.rundfunkchor-berlin.de

Joshua Radin – Berlin, Silent Green
27.01 um 18:00
Joshua Radin
Support: Clara Louise
27. Januar 2020
silent green Kulturquartier
Einlass 18h
Beginn 19h

loft.de/event/20200127-joshua-radin/
fkpscorpio.com/de/bands-archiv/joshua-radin/

Joshua Radin hat es geschafft: Er ist völlig unabhängig. Der 45-Jährige braucht kein Label mehr, keine Plattenfirma, niemanden der ihm sagt, was er zu tun hat. Stattdessen singt er seine Lieder für alle, die sie hören mögen. Und das sind nicht wenige, toppten seine Platten doch schon häufiger die iTunes-Charts.

Dabei bleibt Radin immer relaxed. Was soll man auch, sagte er einmal selbstironisch im Interview, groß erzählen, wenn man aus dem Mittelstand kommt und einem niemals etwas wirklich Weltbewegendes zugestoßen ist? So kommen seine Geschichten wirklich aus dem Alltag und bekommen ihren überraschenden Dreh aus der präzisen Beobachtungsgabe des Mannes aus Ohio. Damit hat er schon erheblichen Erfolg gehabt. Auf ihren höchsteigenen Wunsch spielte Radin auf der Hochzeit von Ellen DeGeneres. Sein langjähriger Freund, der Schauspieler Zach Braff verschaffte ihm ein Auskommen in der Filmindustrie, die seine Songs und Melodien in inzwischen über 150 Filmen und Serienfolgen verwendet hat.

Radin hat also sein Auskommen und muss sich um nichts mehr Sorgen machen. Aber wo andere sich zurücklehnen würden und vergessen, wie man Musik macht und anrührende Lieder schreibt, beginnt für den Radin erst die Herausforderung. Die Zeiten, in denen wir leben, sind chaotisch, komplex und verwirrend, aber die wichtigen Dinge im Leben sind eigentlich immer einfach gewesen. Aber wie beschreibt man Liebe immer wieder neu? Was geschieht mit den Menschen um uns herum? Wohin führt uns unser Weg? Diesen scheinbaren Widerspruch fasst er immer wieder aufs Neue in Stücke voller Sympathie und Schönheit.

Dafür genügen ihm eine wunderschöne Melodie, harmonische Akkorde, eine sanfte Begleitung und ein Bruch dieser Harmonie im Text. Auf mittlerweile sieben Alben kommt Joshua Radin und auf unzählige Touren rund um den Erdball. Zuletzt war er im vergangenen Herbst mit seinem Freund William Fitzsimmons bei uns und hat mit ihm zusammen in diesen Doppelkonzerten das Publikum hingerissen. Im Januar kommt er erneut mit seiner Band auf Tour.

Poppy Ackroyd - Support: Lisa Morgenstern - silent green
28.01 um 19:00
Dienstag, 28.01.2020
Poppy Ackroyd
Support: Lisa Morgenstern
Silent Green
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

VVK: bit.ly/2Wv0P6M

Nach einem fulminaten Auftritt beim Q3Ambientfest in Potsdam im April 2019 kommt Poppy Ackroyd für ein exklusives Konzert zurück ins Berliner Silent Green. Als Support konnte Lisa Morgenstern bestätigt werden.

CTM 2020: Hildur Guðnadóttir presents “Chernobyl”
29.01 um 19:00
Please note: This concert takes place in the Betonhalle underneath silent green. Entrance is on the right just after the first gate coming off Gerichtstraße. Please follow the signs that will be posted after the gate.

Caution: This show uses stroboscopic lights

› Tickets
26 € (Included in Gold Passes only)

Show 1 - 29.01.
ctm.stager.de/Betonhalle/tickets

Show 2 - 30.01.
ctm.stager.de/Betonhalle/tickets

CTM Festival enters the Betonhalle, a massive concrete space located underneath Silent Green, for the first time. The multi-day Betonhalle programme will feature several concerts focused on music’s power to evoke stories, landscapes, situations, and imaginaries. The first performer in this series is Icelander Hildur Gudnadóttir, who will present a live version of her Emmy-award winning score to the TV series “Chernobyl.” Ranging from intimate simplicity to huge soundscapes, the work combines acoustic instrumentation and field recordings from Chernobyl’s sister power plant Ignalina in Lithuania. Hildur will be joined by Sam Slater and field recordist Chris Watson, artists who helped realise her vision. Lighting is by Theresa Baumgartner, and spatialisation by Francesco Donadello. “Chernobyl” is co-commissioned by Unsound, Dark Mofo, the Barbican, and Rewire.

The concert is part of CTM Festival 2020 – Liminal, which will again play out across some of Berlin’s most standout cultural and nightlife venues. CTM pairs daring artistic content with an in-depth discourse programme, framing today’s sounds and music cultures within a shifting, hybrid global society. With the theme, “Liminal,” CTM 2020 examines transitional phases where familiar orders are destabilised.

www.ctm-festival.de

CTM 2020: Deathprod – “Occulting Disk”
31.01 um 19:00
Please note: This concert takes place in the Betonhalle underneath silent green. Entrance is on the right just after the first gate coming off Gerichstraße. Please follow the signs that will be posted after the gate.

› Tickets 21 €

Show 1 - 31.01.
ctm.stager.de/Betonhalle/tickets

Show 2 - 1.02.
ctm.stager.de/Betonhalle/tickets

CTM Festival enters the Betonhalle, a massive concrete space located underneath Silent Green, for the first time. The multi-day Betonhalle programme will feature several concerts focused on music’s power to evoke stories, landscapes, situations, and imaginaries. As part of this series, dark ambient deity Deathprod, aka sound engineer and producer Helge Sten, will appear in support of Occulting Disk, his first release in 15 years. Described as “an anti-fascist ritual,” Occulting Disk was recorded over five years in Oslo, Reykjavik, Berlin, Cologne, and Los Angeles and is released on Smalltown Supersound. Deathprod’s formidable place in the dark ambient canon was cemented with 2004’s Morals and Dogma.

The concert is part of CTM Festival 2020 – Liminal, which will again play out across some of Berlin’s most standout cultural and nightlife venues. CTM pairs daring artistic content with an in-depth discourse programme, framing today’s sounds and music cultures within a shifting, hybrid global society. With the theme, “Liminal,” CTM 2020 examines transitional phases where familiar orders are destabilised.

www.ctm-festival.de

Haley Heynderickx | Berlin
31.01 um 20:00
“Es braucht eine gute Mischung an Geschick und Glück, um einen Garten zu pflegen, aber es ist unmöglich, dies ohne einen bestimmten Anteil an Liebe für die Sache zu tun. Während die zyklische Natur eines Gartens gegeben erscheint, ist Heynderickx in gewisser Weise erst am Anfang. Ihr Debütalbum „I Need to Start a Garden“ entstand auf dieser Suche nach Ruhe inmitten von Wellen der Unsicherheit und Wirrungen und erscheint am 2. März 2018 bei Mama Bird Recording Co. Die Gründe, warum diese emphatische Sängerin und Songwriterin so sehr nach Akzeptanz und Verständnis sucht, haben ihren Ursprung in einem Leben voller Paradoxen. Heynderickx ist in einem religiösen Zuhause in Oregon, USA; aufgewachsen, wo sie sich einerseits sehr mit ihren philippinischen Wurzeln identifiziert hat, andererseits aber einen Spagat zwischen verschiedenen kulturellen Identitäten macht. Jetzt, wo sie in Portland lebt, ist ihr Glaube nicht offenkundig erkennbar, aber ihre Selbstreflektion und das andauernde Ringen um Selbstverwirklichung sind leicht erkennbar und zuzuordnen.

Die Stücke auf „I Need to Start a Garden“ reflektieren gleichermaßen diese unterschiedlichen Elemente. Durch das sanfte Zupfen auf einer Akustikgitarre und gekonnt akzentuiertes Aufseufzen einer Posaune erinnert Heynderickxs Musik an Folk aus den 60er- und 70er-Jahren gemischt mit der Liebe eines Jazzradios. Aber der Gesang von Heynderickx, der von sinnlich bis opernhaft reicht, widerlegt eine Beharrlichkeit ihrer Seele. Es ist eine Balance zwischen Selbstoffenbarung und Selbstschutz auf dem Album „I Need to Start a Garden“. Heynderickx schwankt zwischen Machtlosigkeit (Eröffnungssong „No Face“) und Ermächtigung (Leadsingle „Oom Sha La La“). Die geistige Großzügigkeit bleibt die Konstante das gesamte Album hindurch. Man kann die bemerkenswerte Sorgfalt in „Jo“ hören, wenn sie flüstert „You tended your garden like heaven and hell / and you buildt the birds houses to see if it helped at all“ (Du hast deinen Garten wie Himmel und Hölle gepflegt / und du hast die Vogelhäuser gebaut um zu sehen, ob es irgendetwas hilft). Im Bewusstsein für die Vögel, den Garten und jeden, der genau zuhört, dient Heynderickxs Musik als Einladung für alle, sich ihr anzuschließen. Denn die wahre Schönheit eines Gartens ist es, obwohl er oft aus sehr persönlichen Gründen angelegt wird, dass man seine Schätze am besten gemeinsam mit anderen genießt und diese teilt.“