Malplaquetstraße 25
13347 Berlin
Malplaquet Kiez
Die Montagehalle ist ein Projektraum in Wedding Malplaquetkiez. Seit September 2013 laden die Künstlerin Sabrina Schieke und die Museologin Sandra Schieke Künstler und Interessierte aus allen Bereichen ein, in der Montagehalle ihre Arbeiten und Projekte zu entwickeln.

Events

Songs from a Späti | Kunstspäti Montagehalle
09.11 um 20:00
"SONGS FROM A SPÄTI " in KUNSTSPÄTI/MONTAGEHALLE - eine musikalische Performance von Mikael Eriksson.
„Songs from a Späti“ ist eine Milieu-Geschichte aus einem Viertel im ehemaligen Ostberlin. Der Späti, ein Ort an dem Konsum und Soziales aufeinandertreffen ist für seine Betreiber und Besucher eine letzte Bastion der Freiheit. Ein Platz wo es keine Klassengesellschaft zu geben scheint.

Fischkopf, der Gerüstbauer und der Engländer, ein IT Programmierer diskutieren bei einem Bier die Chancen von Union Berlin in der Bundesliga und den Sinn des Lebens. Rudi wohnt schon 50 Jahre gemeinsam mit seiner Mutter hier im Haus. Sie ist 90 und kam kurz nach dem Krieg aus der Slowakei nach Berlin. Ganz oben im Haus wohnt Ramona, sie ist jung und fährt Mercedes und kann es sich leisten Berlin im Winter Richtung Amazonas zu verlassen. Gemeinsam tanzen sie, spielen Tischtennis oder bauen eine Landebahn für Außerirdische auf der Danziger Straße.
Der Chef des Spätis ist ein in West-Berlin geborener Türke. Manchmal hilft sein Vater aus und erzählt von den glücklichen Jahren vor der Wende in Kreuzberg. Hier haben alle ihre Probleme mit den neuen Verhältnissen. Keiner hier ist sich sicher ob der Mauerfall eine gute oder schlechte Sache war. Oder wie der Captain zusammenfasst; "Kann sein das wir unfrei waren. Aber wir hatte kein Angst vor dem Briefkasten." Und so finden sie sich jeden Abend im Späti zusammen.

In einer Mischung aus Spoken Word und Songs dokumentiert der schwedische Künstler Mikael Eriksson in seiner Performance die Veränderungen des Nach-Wende-Berlins und die Situation des verschwindenden und abgehängten Proletariats wie er es zwischen 1990 und 2019 selbst erlebt hat. Gemeinsam mit dem erstmalig auftretenden deutsch-schwedischen „Späti-Orchester“ bringt er dem Publikum die tragikkomischen trotzigen Stories und Erlebnisse seiner Figuren auf berührende und persönliche Weise näher.
In einer Mischung aus Spoken Word und Songs dokumentiert der schwedische Künstler Mikael Eriksson in seiner Performance die Veränderungen des Nach-Wende-Berlins und die Situation des verschwindenden und abgehängten Proletariats wie er es zwischen 1990 und 2019 selbst erlebt hat. Gemeinsam mit dem erstmalig auftretenden deutsch-schwedischen „Späti-Orchester“ bringt er dem Publikum die tragikomischen trotzigen Stories und Erlebnisse seiner Figuren auf berührende und persönliche Weise näher.

Kunstler*innen: Mikael Eriksson, Olle Nystrom, Roger Thor, Gabriella Pierrou Nystrom, Sangare Siemsen, Klaus Killisch, Christof Paschedag, Tim Völker, Anja Sokolowski, Sebastian Albin, Timm Völker, Jakob Polke