Lehrter Strasse 35
10557 Berlin
Filmrauschpalast - das Kino in der Kulturfabrik Moabit
Der Filmrauschpalast, das Kino in der Kulturfabrik Moabit, ist ein unabängiges Programmkino in Selbstverwaltung ambitionierter Berliner Projektionist(inn)en und das einzige Kino in Moabit.
Bei uns laufen hauptsächlich neuere Filme mit kulturellem Anspruch. Nach Möglichkeit zeigen wir Originalversionen. Wir sind das einzige Kino mit persönlicher Ansage, haben die gemütlichsten Offkino-Sitze in der Stadt und kommen ohne kommerzielle Werbung vor dem Film aus. Der Eintrittspreis ist selbst in diesen harten Zeiten erschwinglich.
Manchmal machen wir‘s sogar für umsonst: über die Sommermonate wird im Hinterhof Freitags und Samstags unsere Außenleinwand bespielt: Open Air-Kino “Umsonst und Draußen”.

Für Filmpremieren oder Teampremieren stehen wir jederzeit zur Verfügung. Wir bemühen uns um die Unterstützung von Filmschaffenden durch Aufführungsmöglichkeiten.
Ausserdem gibt es die Möglichkeit, unsere Räume für Filmveranstaltungen, aber auch Privatparties zu mieten. (Technik: 16 mm, 35 mm, 8 mm, DigitalVideo und alles außer Beta per Beam.)

Eintrittspreise:
6 Euro, Gildepass/ermässigt 5 Euro
Open Air/ Creative Commons Eintritt frei

Events

2 Jahre Manga Monday: AKIRA (OmU)
Morgen um 20:00
AKIRA (OmU)
Eintritt: 7€ / 6€ ermäßigt, Überlänge plus 1€

Seit mittlerweile zwei Jahren bieten wir im Filmrauschpalast mit dem MangaMonday einmal im Monat einen Platz für die Obskuritäten des fernöstlichen Animationskinos. Nachdem die Veranstaltungsreihe mit GHOST IN THE SHELL startete, zahlreiche Filme der Meister Satoshi Kon (PERFECT BLUE, TOKYO GODFATHERS, PAPRIKA) und Hayao Miyazaki (CHIHIROS REISE INS ZAUBERLAND, DER MOHNBLUMENBERG) beherbergte, als auch Abwege in erotischere Gefilde nahm (Animerama Trilogie), wird das Jubiläum gebührend gefeiert. Das Anime-Spektakel AKIRA aus dem Jahr 1988, das Zeichentrickfilmen aus Asien in Europa und Amerika erst zur Popularität verholfen hat, findet am 09. September und 14. Oktober gleich zweimal endlich seinen Weg zurück auf die große Leinwand.

AKIRA (OmU)
(JPN, 1988, 124 Min.
R: Katsuhiro Otomo
Im Jahr 1982 schuf Katsuhiro Otomo die Manga-Reihe Akira, die 1988 als Anime adaptiert wurde und zu einem Meilenstein in der Geschichte der Anime werden sollte. Bis dato galten japanische Animationsfilme in der westlichen Welt als Kinderkram. Doch Otomo schaffte es mit Akira, die weltweite Akzeptanz gegenüber japanischen Manga und Anime zu fördern.
Nachdem Tokyo im Jahr 1988 durch eine verheerende, atomare Explosion fast vollständig vernichtet wurde, brach der dritte Weltkrieg aus und weitete die Zerstörung auf den ganzen Planeten aus. 30 Jahre später wurde Neo-Tokyo wiederaufgebaut und hat sich in eine moderne Stadt mit riesigen Wolkenkratzern und einem gewissen Wohlstand entwickelt. Auf den Straßen herrscht hingegen Arbeitslosigkeit, und kriminelle Banden liefern sich wilde Kämpfe, bei denen sie keine Rücksicht auf Verluste nehmen. Der junge Shōtarō Kaneda ist der Anführer einer Motorrad-Gang und bekämpft gemeinsam mit seinem Freund Tetsuo Shima rivalisierende Banden. Bei einem hitzigen Straßengefecht hat Tetsuo beinahe einen Unfall mit einem kleinen Jungen, der trotz seiner kindlichen Gestalt wie ein alter Mann aussieht und offenbar aus einer Forschungseinrichtung entflohen ist. Wenig später taucht wie aus dem Nichts das Militär am Ort des Unfalls auf und der schwer verletzte Tetsuo und der Junge werden mitgenommen. Shōtarō und der Rest seiner Bande werden von der Polizei aufgegriffen. Tetsuo wird im Labor untersucht und es stellt sich heraus, dass er ebenfalls über die übernatürlichen Kräfte der anderen Menschen, die mit dort festgehalten werden, verfügt. Seine Fähigkeiten übertreffen die der anderen Gefangenen bei weitem und nachdem ihm die Flucht aus der Einrichtung gelungen ist, muss er feststellen, dass er seine neugewonnene Macht nicht unter Kontrolle hat. Als er erfährt, dass Akira über ähnliche verfügen soll, wird er neugierig und versucht das Wesen, das vor 30 Jahren die Explosion ausgelöst hat, zu befreien. Der Film basiert auf der gleichnamigen Manga-Reihe von Katsuhiro Ôtomo, die sechs Bände mit insgesamt mehr als 2000 Seiten umfasst.

35mm Special: What's Eating Gilbert Grape (35mm + OV)
27.10 um 17:15
35mm Special: What's Eating Gilbert Grape (35mm + OV)
Regie: Lasse Hallström
Jahr: 1993
Genre: Tragikomödie, Romanze
Darsteller*innen: Johnny Depp, Leonardo DiCaprio, Juliette Lewis, Darlene Cates, Laura Harrington
Produktionsland: USA

Endora, mitten in Iowa: Aufregung oder Abwechslung gibt es hier nicht - die Jugend hat keine Ahnung, was sie mit ihrer Zeit anstellen soll. Gilbert Grape (Johnny Depp) ist einer der jungen Gefangenen dieser Einöde. Seine übergewichtige Mutter Bonnie (Darlene Cates) vegetiert seit dem Tod ihres Mannes auf dem Fernsehsofa vor sich hin, seit Jahren hat sie das abgelegene Haus der Familie nicht verlassen. Es bleibt Gilbert überlassen, sich um seinen geistig behinderten Bruder Arnie (Leonardo DiCaprio) zu kümmern, der ihn mit allwöchentlichen Versuchen auf den Wasserturm zu klettern auf Trab hält und für ein wenig Aufregung in der sonst so schläfrigen Ortschaft sorgt. Doch dann tritt die interessante, abenteuerlustige Streunerin Becky (Juliette Lewis) in Gilberts graues Leben.
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35mm Special: What's Eating Gilbert Grape (35mm + OV)
Director: Lasse Hallström
Year: 1993
Genre: tragicomedy, romance
Actresses*: Johnny Depp, Leonardo DiCaprio, Juliette Lewis, Darlene Cates, Laura Harrington
Country of production: USA

Endora, in the middle of Iowa: There is no excitement or variety here - the youth has no idea what to do with their time. Gilbert Grape (Johnny Depp) is one of the young prisoners of this wasteland. His overweight mother Bonnie (Darlene Cates) has been vegetating on the TV sofa since her husband's death, she hasn't left the family's secluded house for years. It is left to Gilbert to take care of his mentally handicapped brother Arnie (Leonardo DiCaprio), who keeps him on his toes with weekly attempts to climb the water tower and causes a little excitement in the otherwise sleepy village. But then the interesting, adventurous stray Becky (Juliette Lewis) enters Gilbert's grey life.

Christian Keßler im Rausch: Exploitationkino Reise & Videodrome
01.11 um 19:45
EINE PERSÖNLICHE REISE DURCH DAS EXPLOITATIONKINO DES FILMGELEHRTEN CHRISTIAN KEßLER

Am Abend gegen die filmische Monokultur führt der Filmgelehrte Christian Keßler durch seine persönliche Reise der filmischen Unglaublichkeiten und öffnet für uns die Schatztruhe der Exploitation.
Im Anschluss wird David Cronenbergs VIDEODROME (OV, 35 mm!) gezeigt.

Christian Keßler ist von seinen früheren Texten in der SPLATTING IMAGE bis zum aktuellen Buch ENDSTATION GÄNSEHAUT ein Garant für Begeisterung zum abseitigen Film.
Der schleichende Tod der Videothekenkultur macht auch vor der Kulturinstitution Videodrom nicht halt. Im gemeinsamen Gespräch blicken Inhaber Graf Haufen und Christian Keßler auf die verbindende Vergangenheit und zukünftige Herausforderungen.
Benefiz für Berlins älteste Independent-Videothek bedroht durch das streaming Digitalmonster.
[mit André und Diana]

Freitag, 1. November 2019
Beginn 19.45 Uhr
22.15 Uhr Filmvorführung
Eintritt: 8€, erm. 7€/ ab 18 J.